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Aus der Region für die Region: Goldgelbe Gerste für bestes Malz

Im April wurde die Braugerste auf den Feldern von 17 Landwirten im Werra-Meißner-Land ausgesaet. Die Wetterbedingungen waren für Braugerste ideal. „Die Braugerste hat die ideale Qualität für ein gutes Bier“.

Diese Woche wurde aufgrund des guten Wetters begonnen, die reife Braugerste zu ernten. Mit einem Mähdrescher und mehreren Traktoren und Anhängern wurden erste Felder abgeerntet und die Braugerste direkt zur Erfassungsstelle gebracht. Hier wird sie jetzt gereinigt und in Silos gekühlt gelagert. Von hier aus gelangt die Braugerste dann zur Mälzerei und wird zu Malz - einem für unsere Biere sehr wichtigen Rohstoff - verarbeitet.

Der auf dem Feld des Braugerstenanbauers Albert Hosbach in Altenburschla eingerichtete Braugerste-Lehrpfad (Radweg Altenburschla-Großburschla) wurde abgebaut und dann wurde auch hier die Braugerste gedroschen.

Die Ernte bei den anderen Braugerstenanbauern im Werra-Meißner-Kreis erfolgt ebenfalls aktuell.

In diesem Jahr arbeit die Braugerstenanbaugemeinschaft 20 Jahre erfolgreich und partnerschaftlich zusammen. Dies wurde am Braugerstelehrpfad Altenburschla Ende Mai groß gefeiert.

Wer Interesse an Infos über die Braugerste und die Weiterverarbeitung hat, kann sich in der Eschweger Klosterbrauerei im Brauereishop einen Flyer mit kleiner Braumalz-Probe kostenlos abholen.

(Fotos: 24.07.2019 Braugerstefeld Altenburschla, Familie Hosbach)

 

Insgesamt 17 Landwirte im Werra Meißner Kreis bauen für die Eschweger Klosterbrauerei die Braugerste an und dies schon seit 1999.

 

Allgemeines zur Braugerste:

Die regionale Wertschöpfungskette wird im Werra-Meißner-Kreis erfolgreich geschlossen und hiervon haben alle was:

  • Der Endverbraucher erhält ein Produkt/das Bier aus seiner Region
  • Brauerei erhält zuverlässig hochwertige Zutaten aus der Region
  • Die Natur unserer Region profitiert, da der Anbau von Braugerste umweltschonend ist.
  • Unsere Landschaft wird bunter, da die Landwirte hierdurch angehalten sind, nicht zu einseitig anzubauen.
  • Der Landwirt hat verbindliche Abnehmer für seine Ernte.

 

Braugerste wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und ist eine Frucht, die auf Grund der Qualitätsanforderungen der Brauereien nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut werden darf. Zum  Beispiel darf Braugerste nur einen geringen Eiweißgehalt haben, der nur mit begrenztem Einsatz von Düngemitteln erreicht wird. Somit ist Braugerste ein Getreide welches einen um­weltschonenden Anbau voraussetzt.

Für den Anbau von Braugerste werden derzeit fast ausschließlich zweizeilige Sommergersten­sorten gewählt. Üblicherweise wird mit einer frühen Aussaat Anfang April wird ein langer Kornfüllungszeitraum – mit vermehrter Stärkeeinlagerung ins Korn – verfolgt.

Nach der Ernte im Juli liefert der Braugerstenanbauer die Gerste an die Erfassungsstelle. Die Erfassungsstelle muss hohe Kriterien für die Lagerung des Rohstoffes erfüllen. Hier wird die Braugerste gereinigt und in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt.

Malz entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen des Getreides. Gerstenkörner enthalten Kohlehydrate, Proteine und Vitamine.

Malz ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn Malz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe.