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Braugerste aus dem Werra-Meißner-Land

Braugerste aus dem Werra-Meißner-Land

Hier wächst die Braugerste für unser Bier….!

  

Genau vor 20 Jahren – 1999 – wurde erstmals Braugerste im Werra-Meißner-Land für die Biere der Eschweger Klosterbrauerei angebaut und geerntet. Besser geht „Tus Hier“ nicht.

Insgesamt 17 Landwirte im Werra Meißner Kreis  bauen für die Eschweger Klosterbrauerei die Braugerste an und dies schon seit 20 Jahren. In einem Anbau-, Liefer- und Abnahme-Rahmenvertrag für Braugerste werden die Details geregelt. Kernstück der Zusammenarbeit sind die Qualitäts- und Umweltkriterien, nach denen jährlich ca. 500 t Braugerste im Werra-Meißner-Land angebaut werden

 … und dies ist noch einmal besonders erwähnenswert: Bei den Treffen sind jetzt viele neue Gesichter zu sehen: Die nächste Generation der Braugerstenanbauer im WMK sichert die regionale Kooperation und den Braugerstennachschub auch für die nächsten Jahre.

 Wer mehr über die Braugerste erfahren will und ihren Weg von der Aussaat bis zur Ernte verfolgen will, hat in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, den Braugerste-Lehrpfad zu besuchen. Dieser wird wie auch in den letzten drei Jahren auf einem Braugerste-Feld aufgebaut.

Auch plant die Braugerstengemeinschaft eine Veranstaltung, bei welcher für Interessierte die Möglichkeit der Information besteht. Sonntag, der 26. Mai 2019 ist hierfür geplant.

 

Allgemeines zur Braugerste:

Die regionale Wertschöpfungskette wird im Werra-Meißner-Kreis erfolgreich geschlossen und hiervon haben alle was:

  • Der Endverbraucher erhält ein Produkt/das Bier aus seiner Region
  • Brauerei erhält zuverlässig hochwertige Zutaten aus der Region
  • Die Natur unserer Region profitiert, da der Anbau von Braugerste umweltschonend ist.
  • Unsere Landschaft wird bunter, da die Landwirte hierdurch angehalten sind, nicht zu einseitig anzubauen.
  • Der Landwirt hat verbindliche Abnehmer für seine Ernte.

Braugerste wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und ist eine Frucht, die auf Grund der Qualitätsanforderungen der Brauereien nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut werden darf. Zum  Beispiel darf Braugerste nur einen geringen Eiweißgehalt haben, der nur mit begrenztem Einsatz von Düngemitteln erreicht wird. Somit ist Braugerste ein Getreide welches einen um­weltschonenden Anbau voraussetzt.

Für den Anbau von Braugerste werden derzeit fast ausschließlich zweizeilige Sommergersten­sorten gewählt. Die aktuelle Sorte heißt Avalon. Üblicherweise wird mit einer frühen Aussaat Anfang April wird ein langer Kornfüllungszeitraum – mit vermehrter Stärkeeinlagerung ins Korn – verfolgt.

Nach der Ernte im Juli/August liefert der Braugerstenanbauer die Gerste an die Erfassungsstelle. Die Erfassungsstelle muss hohe Kriterien für die Lagerung des Rohstoffes erfüllen. Hier wird die Braugerste gereinigt und in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt. Für die Eschweger Klosterbrauerei werden im WMK 500 t Braugerste angebaut.

Malz entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen des Getreides. Gerstenkörner enthalten Kohlehydrate, Proteine und Vitamine.

Malz ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn Malz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe.