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Beste Braugerste Hessens kommt von hier!

Das ist ein phantastisches Ergebnis und es macht uns stolz, seit 27 (!) Jahren Teil der Braugerstengemeinschaft zu sein und die hochwertige Braugerste aus unserer Region in unserem Sudhaus zu verarbeiten!

Folgende Platzierung ergab sich nach der fachkundigen Bewertung durch den Hessischen Braugerstenverband:
1. Philipp Faust aus Witzenhausen-Gertenbach, Platz 2 belegen gemeinsam drei Landwirte, darunter die Theune GbR aus Ellingerode und Thomas Scharff aus Bad Sooden-Allendorf.

Die Sieger wurden bereits bei der Braugerstentagung im Dezember auf großer Bühne geehrt. 

Der Erstplatzierte, Philip Faust, erhielt vom Vertreter des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat die Staatsmedaille ausgehändigt

Am Mittwoch wurde der Erfolg in der Klosterkapelle gemeinsam gefeiert und auf das zukünftige Braugerstenjahr angestoßen.
Für die drei Erstplatzierten gab es natürlich auch von Brauereichef Ulrich Klesper und Braumeister Christian Flender eine Anerkennung überreicht. 

Gleichfalls wurde durch Hans Werner Kretschmer an Herrn Klesper ein Präsent als Dank für die langjährige Zusammenarbeit übergeben. 

Foto (von links) Projektleiter Hans Werner Kretschmer, Braumeister Christian Flender, Brauereichef Ulrich Klesper, Philipp Faust, Kalle Theune und Thomas Scharff
 

Insgesamt haben die Landwirte aus der Region super abgeschnitten und großartige Platzierungen erreicht. Nachfolgend die Platzierungen der Mitglieder der Braugerstenanbaugemeinschaft WMK -alle mit Sorte Lexy und dahinter die Punktzahl

  1. Faust, Philipp mit Sorte Lexy 30,5  Punkte
  2. Theune GbR Lexy 29,5 Punkte
  3. Scharff, Thomas Lexy 29,5 Punkte
  4. Scharf, Wolfgang Lexy 28,5
  5. Mangold, Lucas Lexy 28,5 

9.   Hosbach, Albert Lexy 28 

15. Wicke, Philipp Lexy 27 

15. Best, Florian Lexy 27 

20. Strauß, Johannes Lexy 25 

20. Thiele, Ruben Lexy  25 

20. Scharf, Michael 25 

20. Kunkel-Deimel, Ingke Lexy 25 

28. Wehretal GbR Lexy 24 

 

Infos/Ausblick 2026: 

Es ist eine herrliche Tradition: Jedes Jahr trifft sich die Anbaugemeinschaft, um bei „Eschweger Klosterbräu“ über die Braugerstenernte des Vorjahres und die anstehenden Arbeiten zu reden und sich auszutauschen. 

Am 4. März war es wieder soweit und die Braugestengemeinschaft folge der Einladung der Eschweger Klosterbrauerei in die Kloster-Kapelle.  

Brauereichef Ulrich Klesper begrüßte mit Braumeister Christian Flender die Braugerstenanbauer sehr herzlich und dankte für die Zusammenarbeit und Lieferung der heimischen Braugerste. Insgesamt 15 Landwirte im Werra Meißner Kreis bauen für die Eschweger Klosterbrauerei die Braugerste an und dies schon seit 1999 – also seit 27 Jahren! In einem Anbau-, Liefer- und Abnahme-Rahmenvertrag für Braugerste werden die Details geregelt. Kernstück der Zusammenarbeit sind die strengen Qualitäts- und Umweltkriterien, nach denen die Braugerste angebaut wird.  

Die Sorte „Lexy“ hat sich bewährt und wird auch dieses Jahr wieder angebaut. 

Allgemeines zur Braugerste:

Die regionale Wertschöpfungskette wird im Werra-Meißner-Kreis erfolgreich geschlossen und hiervon haben alle was: 

  • Der Endverbraucher erhält ein Produkt/das Bier aus seiner Region

  • Brauerei erhält zuverlässig hochwertige Zutaten aus der Region

  • Die Natur unserer Region profitiert, da der Anbau von Braugerste umweltschonend ist.

  • Unsere Landschaft wird bunter, da die Landwirte angehalten sind, die Fruchtfolge zu gestalten.

  • Der Landwirt hat verbindliche Abnehmer für seine Ernte.

 

Braugerste wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und ist eine Frucht, die auf Grund der Qualitätsanforderungen der Brauereien nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut werden darf. Zum Beispiel darf Braugerste nur einen geringen Eiweißgehalt haben, der nur mit begrenztem Einsatz von Düngemitteln erreicht wird. Somit ist Braugerste ein Getreide welches einen um­weltschonenden Anbau voraussetzt.

Für den Anbau von Braugerste werden derzeit fast ausschließlich zweizeilige Sommergersten­sorten gewählt. Die aktuelle Sorte heißt Lexy. Üblicherweise wird mit einer frühen Aussaat Anfang April ein langer Kornfüllungszeitraum – mit vermehrter Stärkeeinlagerung ins Korn – verfolgt. 

Nach der Ernte im Juli/August liefert der Braugerstenanbauer die Gerste an die Erfassungsstelle. Die Erfassungsstelle muss hohe Kriterien für die Lagerung des Rohstoffes erfüllen. Hier wird die Braugerste gereinigt und in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt. Für die Eschweger Klosterbrauerei werden im WMK 500 t Braugerste angebaut. 

Malz entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen des Getreides. Gerstenkörner enthalten Kohlehydrate, Proteine und Vitamine. 

Malz ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn Malz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe.