Detail

Vom Korn in die Flasche - Braugerste aus dem WMK für unser Bier entwickelt sich sehr gut

Seit 26 Jahren wächst Braugerste für Eschweger Klosterbräu und Jacobinus Klosterbiere in unserer Region. Auf einer Fläche von ca. 166 Fußballfeldern wurde im Frühjahr die zweizeilige Sommergerste "Lexy" gesaet, welche demnächst geerntet wird!

Auch in diesem Jahr bauten die Landwirte der Anbaugemeinschaft WMK wieder 500 t spezielle 2zeilige Sommergerste in unserer Region für die Eschweger Klosterbrauerei an. Die hier geerntete Braugerste wird vermälzt und danach im Brauhaus in der Klosterstraße für die Herstellung von „Eschweger Klosterbräu“ und „Jacobinus Klosterbieren“ verwendet.

Die Braugerste mit dem Namen „Lexy“ wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und darf auf Grund der Qualitätsanforderungen der Brauerei nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut werden. Braugerste darf nur einen geringen Eiweißgehalt (ca. 9,5-11,5 %) haben, der nur mit begrenztem Einsatz von Düngemitteln erreicht wird. Somit ist Braugerste ein Getreide welches einen um­weltschonenden Anbau voraussetzt.

Heute kamen Landwirte (Thomas Scharff, Kalle Theune, Herbert Wicke, Johannes Strauss), Hans-Werner Kretschmer als Vertreter des Amts für Landwirtschaft, Erfassungsstellen (Andreas Fey von Raiffeisen) und Braumeister Christian Flender zusammen, um die aktuelle Braugerstenqualität zu beurteilen. Diese entwickelt sich sehr gut und lässt auf eine gute Ernte mit perfekten Qualitäten in ca. 3 Wochen hoffen.

Anfang-Mitte August liefert der Braugerstenanbauer die Gerste vom Feld an die Erfassungsstelle in Eschwege oder Hann. Münden. Die Erfassungsstelle muss hohe Kriterien für die Lagerung des Rohstoffes erfüllen. Hier wird die Braugerste gereinigt und in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt. Für die Eschweger Klosterbrauerei werden im WMK 500 t Braugerste angebaut.

Malz entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen des Getreides und ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn Malz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe.

Auf der Fläche von 166 Fußballfeldern wächst in unserer Region die Braugerste für die Eschweger Klosterbrauerei

Für 100 Liter Bier werden in etwa 20 Kilo Braugerste, das sind 100 Gramm für einen halben Liter Bier benötigt.

Auf einem Braugerstenfeld in der Größe eines Fußballfeldes werden 3 Tonnen Braugerste geerntet, das sind 15.000 Liter Bier = ca. 60.000 0,25l-Gläser!

 

Braugerste-Lehrpfad:

Der Braugerste-Lehrpfad befindet sich in diesem Jahr auf dem Braugerste-Feld von Thomas Scharff direkt am Radweg Bad Sooden-Allendorf. Hier kann die Braugerste, aus welcher später Eschweger Klosterbräu gebraut wird besichtigt werden, gleichzeitig gibt es Infos rund um die Anbaugemeinschaft und den Weg vom Korn bis zum Bier. 

Allgemeines zum Thema Braugerste aus dem Werra Meißner Land:

Insgesamt 15 Landwirte im Werra Meißner Kreis  bauen für die Eschweger Klosterbrauerei die Braugerste an und dies schon seit 1999 – also seit 26 Jahren und teilweise in der zweiten Generation! In einem Anbau-, Liefer- und Abnahme-Rahmenvertrag für Braugerste werden die Details geregelt. Kernstück der Zusammenarbeit sind die Qualitäts- und Umweltkriterien, nach denen jährlich ca. 500 t Braugerste im Werra-Meißner-Land angebaut werden. Die Felder der Landwirte befinden sich im gesamten WMK verteilt.

Allgemeines zur Braugerste:

Die regionale Wertschöpfungskette wird im Werra-Meißner-Kreis erfolgreich geschlossen und hiervon haben alle was:

  • Der Endverbraucher erhält ein Produkt/das Bier aus seiner Region
  • Brauerei erhält zuverlässig hochwertige Zutaten aus der Region
  • Die Natur unserer Region profitiert, da der Anbau von Braugerste umweltschonend ist.
  • Unsere Landschaft wird bunter, da die Landwirte hierdurch angehalten sind, nicht zu einseitig anzubauen.
  • Der Landwirt hat verbindliche Abnehmer für seine Ernte.

Braugerste wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und ist eine Frucht, die auf Grund der Qualitätsanforderungen der Brauereien nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut werden darf. Zum  Beispiel darf Braugerste nur einen geringen Eiweißgehalt haben, der nur mit begrenztem Einsatz von Düngemitteln erreicht wird. Somit ist Braugerste ein Getreide welches einen um­weltschonenden Anbau voraussetzt.

Für den Anbau von Braugerste werden derzeit fast ausschließlich zweizeilige Sommergersten­sorten gewählt. Die aktuelle Sorte heißt Lexy. Üblicherweise wird mit einer frühen Aussaat Anfang April wird ein langer Kornfüllungszeitraum – mit vermehrter Stärkeeinlagerung ins Korn – verfolgt.

Nach der Ernte im Juli/August liefert der Braugerstenanbauer die Gerste an die Erfassungsstelle. Die Erfassungsstelle muss hohe Kriterien für die Lagerung des Rohstoffes erfüllen. Hier wird die Braugerste gereinigt und in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt. Für die Eschweger Klosterbrauerei werden im WMK 500 t Braugerste angebaut.

Malz entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen des Getreides. Gerstenkörner enthalten Kohlehydrate, Proteine und Vitamine.

Malz ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn Malz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe.