Brautradition im Eschweger Kloster 

Als die Augustinermönche 1274 das Kloster in Eschwege erbauten, ahnten sie nicht, dass sie hiermit das Brauwesen in Eschwege bis heute prägen würden. Mönche gehörten zu den ersten Bierbrauern und perfektionierten im Laufe der Jahrhunderte zum Wohle der heutigen Braukunst ihr Handwerk. Es waren auch die Mönche, die den Hopfen als Zutat entdeckten, welcher dem Bier den leicht herben Geschmack verleiht und zur Haltbarkeit beiträgt.

Was ist das Reinheitsgebot von 1516?

Allgemeines zur Braugerste:

Insgesamt 17 Landwirte im Werra Meißner Kreis bauen für die Eschweger Klosterbrauerei die Braugerste an und dies schon seit 1999.

Die regionale Wertschöpfungskette wird im Werra-Meißner-Kreis erfolgreich geschlossen und hiervon haben alle was:

  • Der Endverbraucher erhält ein Produkt/das Bier aus seiner Region
  • Brauerei erhält zuverlässig hochwertige Zutaten aus der Region
  • Die Natur unserer Region profitiert, da der Anbau von Braugerste umweltschonend ist.
  • Unsere Landschaft wird bunter, da die Landwirte hierdurch angehalten sind, nicht zu einseitig anzubauen.
  • Der Landwirt hat verbindliche Abnehmer für seine Ernte.

Braugerste wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und ist eine Frucht, die auf Grund der Qualitätsanforderungen der Brauereien nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut werden darf. Zum  Beispiel darf Braugerste nur einen geringen Eiweißgehalt haben, der nur mit begrenztem Einsatz von Düngemitteln erreicht wird. Somit ist Braugerste ein Getreide welches einen um­weltschonenden Anbau voraussetzt.

Für den Anbau von Braugerste werden derzeit fast ausschließlich zweizeilige Sommergersten­sorten gewählt.
Die aktuelle Sorte heißt Marthe. Üblicherweise wird mit einer frühen Aussaat Anfang April wird ein langer Kornfüllungszeitraum – mit vermehrter Stärkeeinlagerung ins Korn – verfolgt.

Nach der Ernte im Juli/August liefert der Braugerstenanbauer die Gerste an die Erfassungsstelle.
Die Erfassungsstelle muss hohe Kriterien für die Lagerung des Rohstoffes erfüllen. Hier wird die Braugerste gereinigt und in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt.

Malz entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen des Getreides. Gerstenkörner enthalten Kohlehydrate, Proteine und Vitamine. Malz ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn Malz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe.

Jede Region hat ihre Eigenheiten und verschiedene Bedürfnisse. Die Deutsche Bierlandschaft ist vielfältig und geprägt von individuellen Geschmäckern, welche unbedingt erhalten bleiben müssen und nicht vereinheitlicht werden dürfen. Nicht nur irgendein Bier irgendwohin liefern sondern ein Bier von hervorragender Qualität, speziell nach dem Geschmack der Menschen der Region, mit Braugerste der heimischen Landwirte zu brauen, dies ist die Philosophie der Eschweger Klosterbrauerei und dies wird in der Privatbrauerei auch überzeugend umgesetzt. 

Alle Infos hautnah erleben

Seit 1999 bauen 17 Landwirte aus der Region die Braugerste im Werra-Meißner-Land für die Biere der Eschweger Klosterbrauerei an. Auf dem Braugerste-Lehrpfad findet man Fragen auf Antworten wie z.B. "Wie kommt die Gerste ins Bier", "Was muss der Landwirt tun, damit sich die Braugerste gut entwickelt", "Was ist dem Braumeister bei der Braugerste bzw. dem Malz wichtig".