Sudhaus

Das Herz jeder Brauerei ist das Sudhaus.

Das Malz, welches in großen Silos gelagert wird, wird zunächst in der Schrotmühle zu Schrot gemahlen.

In der Maischepfanne wird das Schrot mit Brauwasser vermischt. Die dadurch entstehende Maische wird ca. 2 Stunden lang auf verschiedene genau festgelegte Temperaturen erhitzt. Dabei verflüssigen sich die lösbaren Bestandteile des Malzschrotes. Durch die natürlichen Enzyme des Malzkornes wird die Stärke in vergärbaren Zucker umgewandelt.

Der Bierbrauer spricht jetzt von Würze. Nach dem Maischen werden die ursprünglich vom Malzkorn herrührenden Festbestandteile von der Maische getrennt.

Diesen Vorgang nennt man Läutern. Die hierbei anfallenden Treber werden aufgrund des hohen Eiweißgehaltes und des großen Stärkeanteiles gern als Tierfutter verwendet.

Die aus dem Läuterbottich abfließende Würze mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen gelang nun in die Braupfanne. Die Würze wird nun 2 Stunden gekocht und anschließend in mehreren genau ausgewogenen Gaben der Hopfen zugeführt.

Der Hopfen ist die Seele des Biers und gibt ihm seinen typisch herben Geschmack. In einem Plattenkühler wird die Würze nun heruntergekühlt und in die zylindrokonischen Gärtanks gepumpt.