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Braugerste
Braugerste wächst im Vorgarten der Eschweger Klosterbrauerei (Zitat Herr Thiele)
Bereits seit zwölf Jahren wächst Braugerste im Werra-Meißner-Land für die Biere der Eschweger Klosterbrauerei. 14 Landwirte gehören der Erzeugergemeinschaft „Braugerste aus dem Werra-Meißner-Land“ an, welche 1999 gegründet wurde, einer davon ist Hartmut Thiele aus Oberhone. Eine Besonderheit ist, dass sein Braugerstenfeld auch als Vorgarten der Brauerei bezeichnet werden könnte, denn dieses liegt zwischen dem Brauereigebäude in der Thüringer Straße und der Werra.
Die Witterungsverhältnisse waren in diesem Jahr für Landwirtschaft nicht ganz optimal. Die Braugersten-Erträge schwanken stark und sind abhängig vom Standort der Gerste. (Details von Herrn Kretschmar als zuständiger Ansprechpartners des Amts für Landwirtschaft sowie Infos durch Landwirte unbedingt noch einzubauen).
Die Ernteprognose der Braugersten-Gemeinschaft e.V. München per 04.07.2011 sieht jedoch nicht ganz so schwarz aus. So rechnet man für gesamt Deutschland mit einem Ertrag von 45,5dt/ha, gegenüber 49,1 dt/ha im Vorjahr. Hinsichtlich des wichtigen Eiweißgehalts gibt es in diesen Unterlagen allerdings noch keine Informationen.
Braugerste wird nach festgelegten Qualitätskriterien unter umweltschonenden Bedingungen angebaut und ist eine Frucht, die auf Grund der Qualitätsanforderungen der Brauereien nur mit geringem Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln angebaut werden darf. Zum Beispiel darf Braugerste nur einen geringen Eiweißgehalt haben, der nur mit begrenztem Einsatz von Düngemitteln erreicht wird. Somit ist Braugerste ein Getreide welches einen umweltschonenden Anbau voraussetzt.
Für die Erfüllung der Anbau- und Umweltkriterien zahlt die Brauerei über die Erfassungsstelle an die Landwirte einen Aufschlag von € 20,--/t Braugerste.
Für den Anbau von Braugerste werden derzeit fast ausschließlich zweizeilige Sommergerstensorten gewählt. Nach der Ernte im liefert der Braugerstenanbauer die Gerste an die Erfassungsstelle; hier kommen jährlich 500 t Braugerste der Erzeugergemeinschaft für die Eschweger Klosterbrauerei zusammen. Die Erfassungsstelle muss hohe Kriterien für die Lagerung des Rohstoffes erfüllen. Hier wird die Braugerste gereinigt und in Silos gelagert, bis die Mälzerei die Gerste abholt.
Malz entsteht in der Mälzerei durch natürliches Keimen des Getreides. Gerstenkörner enthalten Kohlehydrate, Proteine und Vitamine.
Malz ist ein besonders wichtiger Rohstoff für ein gutes Bier, denn Malz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe.
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